Vestibuläres Syndrom

Am Mittwochabend letzte Woche ist Spike beim Spaziergang umgefallen. Erster Verdacht: Er hat die extreme Hitze nicht verkraftet und Kreislaufprobleme. Zweiter Verdacht: Schlaganfall. Zum Glück war es dann doch wohl kein Schlaganfall, sondern ein vestibuläres Syndrom. Ein Ausfall des Gleichgewichtssinns. Sieht schlimm aus, aber die Erfolgsaussichten sind gut, dass der Hund wieder ohne größere Probleme laufen kann.

Hier gibt es einige Informationen zum Thema:
Tierarztpraxis am Schlagbaum: Vestibulärsyndrom

Spike hat medikamentöse Unterstützung in Form von Vitamin B (für die Nerven), Vertigoheel (gegen die Übelkeit) und homöopathische Unterstützung bekommen. Karsivan zur Durchblutungsförderung bekommt er schon länger. Und viel trinken soll er. Infusionen waren bei ihm nicht nötig.

Donnerstag war bei uns noch Schonprogramm angesagt. Spike war sehr wackelig auf den Beinen und seine Augen bewegten sich unruhig hin und her. Von Spikes Physiotherapeutin habe ich den Tipp bekommen, ihn nicht zu sehr zu schonen, sondern gerne auch mit ihm zu laufen, wenn er das anbietet. Freitag hat er dann schon wieder deutlich angezeigt, dass er mit spazieren gehen will und ist ca. 600m Strecke gelaufen. Am Wochenende hat er uns auch auf kurzen Spaziergängen (mehr war wegen der Hitze sowieso nicht möglich) begleitet. Sein Gangbild wurde von Mal zu Mal besser. Den Kopf hält er noch schief und er hat deshalb die Tendenz nach links zu laufen. Ein bisschen wackelig auf den Beinen ist er vor allen Dingen noch direkt nach dem Aufstehen. Im Video von Samstag läuft er viel viel besser, als ich es nach den paar Tagen erwartet hätte. 🙂

Heute waren wir in der Physiotherapiepraxis, wo er normalerweise einmal wöchentlich im Unterwasserlaufband seine Rentner-Reha absolviert. Heute habe ich stattdessen gelernt, wie ich ihn noch besser unterstützen kann, damit die Schiefhaltung des Kopfes sich zurückbildet und wie ich das Körpergefühl für seine linke Körperhälfte trainieren kann, damit er noch besser laufen kann.

Das folgende Video von Pepsi, einem 14,5 Jahre alten Hund, das ich bei youtube gefunden habe, zeigt eindrücklich, wie ein Hund nach einem vestibulären Syndrom aussieht und macht Mut, nicht aufzugeben, sondern den Hund zu unterstützen, damit er möglichst bald wieder relativ normal leben kann.

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