Gleich mehrere Gründe zur Freude

Die letzten Tage waren sehr schwer für uns. Doch heute gibt es gleich mehrere Gründe zur Freude. Aber der Reihe nach.

Am 31.07.2013 wurde Spikes Herz geschallt. Die kleine Undichtigkeit, von der wir schon seit Jahren wussten, ist nicht schlimmer geworden. Da wir sonst eher selten die Möglichkeit der Sono hatten, wurden auch gleich alle anderen Organe mit geschallt.

Beim Schallen der Milz wurden zwei Knoten der Größe 0,6 und 0,5 mm gefunden. Der Rat der Tierärztin, die geschallt hat, war die Milz gleich entfernen zu lassen. Meine Tierärztin und ich haben jedoch, angesichts der vielen OPs, die Spike in den letzten Monaten hatte und der Größe der Knoten und ihrer Lage, von einer sofortigen Milz-OP abgesehen. Mein Mann und ich haben uns mit Spike erstmal 14 Tage Camping-Erholungsurlaub gegönnt, der uns allen dreien sehr gut getan hat. Sogar lange Spaziergänge von 30-45 Minuten waren möglich, ohne humpeln. Das Knie schien sich beruhigt zu haben und stabil zu sein während dieser Zeit, obwohl sich nur noch ein Pin und die Zuggurtung darin befanden.

Letzten Freitag war ich dann nochmal zu einer Kontroll-Sono der Milz mit Spike. Dabei hat sich die Milz als sehr durchwachsen gezeigt. Der Rat der Tierärztin, die den Ultraschall durchgeführt hat: Sofortige Entfernung, falls nicht schon Metastasen in der Leber existieren. Die Leber konnte an dem Tag nicht geschallt werden, da Spike gefressen hatte vorher.

Die Ergebnisse des Schalls habe ich an die Tierklinik geschickt und habe sehr kurzfristig für heute einen Termin bekommen. Am Wochenende kam dann noch hinzu, dass das Knie wieder einmal dick wurde. Pin Nr. 2 war locker und fing an zu wandern. Was würde passieren, wenn wir den letzten Pin auch noch entfernen müssen? Würde dann die Zuggurtung auch anfangen, zu wandern? Ist das Knie ohne jegliche Implantate schon stabil genug für normale Gehbelastung?

Dickes Knie und Verdacht auf Metastasen in der Leber, das waren keine guten Aussichten mit denen ich heute in die Tierklinik gefahren bin. Ich war auf das Schlimmste gefasst. Aber es kam dann doch ganz anders.

Erste Erleichterung: Bei der Sono in der Tierklinik hat sich gezeigt, die Leber ist „sauber“ sprich völlig unauffällig.

Zweite Erleichterung: Die beiden Knochenteile im Knie sind im oberen Teil mittlerweile so gut durchwachsen und verbunden, dass auf Implantate verzichtet werden kann. Der Pin, der Ärger macht, und die Zuggurtung konnten heute, in einer kurzen OP, mit zwei kleinen Schnitten entfernt werden. Noch 14 Tage Schonung und dann darf Spike wieder normale Aktivitäten aufnehmen ohne dass wir befürchten müssen dass im Knie wieder was kaputt geht. Das, worauf wir solange gewartet haben, ist endlich endlich wahr geworden!

Dritte Erleichterung: Nach langen Überlegungen und Gesprächen mit den Tierärzten der Klinik habe ich mich entschlossen, die Milz nicht entfernen zu lassen. Die Tierärzte in der Klinik schätzen die durchwachsene Milz bei einem Hund von Spikes Alter weniger problematisch ein, als die Tierärztin, bei der wir vorher zum Ultraschall waren. In seinem Alter (11,5 Jahre) wachsen Tumore in der Regel nicht mehr so schnell, dass sie sehr problematisch werden. Die Lebenserwartung eines Hundes seiner Größe und seines Gewichts hat er schon fast erreicht. Warum ihm jetzt im Alter noch eine solche OP zumuten?

Es gibt zwar auch sehr schnell wachsende Tumore, die aber bei 80 % der Hunde Blutwerte verändern. Diese Blutwerte wurden heute bei Spike nochmal bestimmt und sie sind unproblematisch. Zusätzlich wurde noch ein Röntgenbild vom Thorax gemacht, das auch ohne Befund war. Die Milz ist auch insgesamt nicht ungewöhnlich vergrössert. Das alles ist in die Entscheidung eingeflossen, bei Spike die Milz erstmal drin zu lassen. Sicherlich ist es trotz allem ein Risiko, aber ein relativ gut kalkulierbares, finde ich. Ende Oktober werden wir sicherheitshalber nochmal Milz und Leber in der Tierklinik schallen lassen. Wenn es gravierende Veränderungen gibt und mit einer OP seine Lebensqualität noch erhalten werden kann, würde ich dann einer Milz-Entfernung zustimmen.

Spike hat die Narkose in der Klinik, die zur Entfernung der Implantate aus dem Knie nötig war, wieder supergut verkraftet, ist relativ schnell aufgewacht und hat dafür die Heimfahrt komplett verschlafen im Auto. Gegen 17.00 Uhr waren wir daheim und er hatte nur noch eines im Sinn: FRESSEN!!! Spielzeug wurde gebracht, Plastiktüten angeschleppt, alles was für ihn erreichbar war und was er zu mir tragen konnte, um es gegen Futter zu tauschen. Das spielen wir sehr oft, damit ich ihm draussen, mit dem Signal TAUSCHEN etwas abnehmen kann, dass er nicht fressen soll. Natürlich hat er was zu fressen bekommen! Und ich vermute mal, dass es wie bei den 3 vorherigen OPs in dieser Klinik, auch im Magen drin bleibt. Obwohl Hunde nach OPs ja eigentlich am gleichen Tag nichts mehr zu fressen bekommen sollen. Aber Spike sieht das natürlich ganz anders. 😉

Ich bin sehr dankbar für die liebe Unterstützung vieler, die in den letzten Tagen an uns gedacht haben und für uns die Daumen gedrückt haben.

Spike ruht derweil schon auf der Couch mit genügend Fressen im Bauch. 🙂

Wieder Zuhause

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